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Notprogramm der Abtei Neresheim und der Klosterpfarrei Neresheim wegen des Corona-Virus.

Nach Anhörung des Konvents der Abtei Neresheim und des Kirchengemeinderats der Klosterpfarrei Neresheim stellt Konventualprior und Klosterpfarrer Pater Albert Knebel OSB am 16. März 2020 folgendes Notprogramm fest.

Es ist in Kraft von heute, Montag, 16. März nachmittags bis vorläufig Montag, 20. April 2020 abends.

-          Die akute schwere gesellschaftliche Notlage wegen des Corona-Virus erfordert auch im Kloster Neresheim ein Notprogramm.
Wir Neresheimer Mönche bedauern aus ganzem Herzen die Einschränkungen unseres gottesdienstlichen und seelsorgerlichen Angebots. Dies trifft unser Selbstverständnis im tiefsten Kern. Als christliche Mönche und Priester würden sehr gerne gerade jetzt in dieser großen Not mehr für die Menschen da sein. Wir sehen aber aufgrund der allgemeinen Infektionsgefahr und wegen des sehr hohen Alters der meisten Mönche und der damit gegebenen Gefährdungen keine Alternative.

-          Die Gemeindemesse an Sonntagen und Feiertagen um 8:30 Uhr muss leider bis einschließlich Sonntag, 19. April 2020 entfallen.

-          Die Kar- und Osterliturgie müssen wir 7 Mönche ohne Gemeinde feiern. Diese Entscheidung ist uns außerordentlich schwer gefallen.

-          Die Konventgottesdienste, das heißt die Heilige Messe und das Stundengebet versuchen wir 7 Mönche beizubehalten, allerdings entgegen unserem Selbstverständnis als Benediktiner ganz ohne Gemeinde.

-          Besonders in dieser Notzeit beten wir täglich in unseren fünf Gottesdiensten gemeinsam stellvertretend für alle betroffenen Menschen. Deshalb werden auch weiterhin die Glocken zu den Gottesdiensten läuten als Signal an die Bevölkerung: die Mönche beten jetzt für uns.

Die Mönche beten stellvertretend für alle betroffenen Menschen:
05:00   Vigil (Nachtwache) und Laudes (Morgenlob)
09:00   Konventamt (Heilige Messe) mit Terz (Gebet am Vormittag)
12:05   Mittagshore [Sext und Not] (Mittagsgebet)
18:00   Vesper (Abendlob)  Am Sonntag 17:30 Uhr
19:30   Komplet (Nachtgebet)

Die Abteikirche ist täglich von ca. 10:00 Uhr bis ca. 17:00 Uhr für das stille Gebet oder die Besinnung einzelner Personen geöffnet.

Die Bundesregierung hat Versammlungen in Kirchen verboten. Sie müssen also große Abstände zu anderen Personen einhalten.

Besichtigung der Kirche nur durch einzelne Personen.

Bitte tragen Sie so dazu bei, dass die Abteikirche auch weiterhin geöffnet sein darf.

-          Beichtgelegenheit im Beichtstuhl können wir leider nicht anbieten. Auch die Sprechzimmer sind dafür nicht geeignet. Gerne stehen wir Ihnen aber am Telefon oder per E-Mail für seelsorgerliche Gespräche zur Verfügung. Die Beichte selber kann zwar nach katholischer Auffassung nicht per Telefon abgelegt werden, aber in vielen Fällen reicht der Anruf oder das Schreiben aus, damit Betroffene sich aussprechen, Ihre Nöte ablegen und neues Gottvertrauen schöpfen können.

Seelsorge-Gespräche am Telefon: 10-12 Uhr. 14-17 Uhr.
An jedem Tag ist ein Pater eingeteilt.
Klosterpforte (Zentrale): 07326 / 85 01.
Klosterpfarrer Pater Albert (Durchwahl): 07326 / 85 190.

Schriftliche Seelsorge:
Klosterpfarrer Pater Albert:
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

-          Es gibt bis Ende April keinerlei Führungen in der Abteikirche und im Klostermuseum. Ausnahmen gibt es nicht.

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Auszug aus den Worten von Pater Albert an die Neresheimer Mönche am 16.3.2020:

„Liebe Mitbrüder, …

- Ich möchte versuchen, dass wir 7 Mitbrüder unsere Konventgottesdienste auch ohne Gemeinde weiterführen können. Wir wollen dies als stellvertretende Fürbitte verstehen.
- Von einer Anwesenheitspflicht für Sie kann im strengen Sinn natürlich zurzeit nicht die Rede sein.
- Wer Grippesymptome spürt, bleibt von den Gemeinschaftsterminen weg. Es ist sehr wichtig, dass P. Gregor als Krankenpater über Erkrankungen sofort informiert wird.
- Obwohl wir uns bemühen, die empfohlenen Hygienevorschriften einzuhalten und durch unsere großen Gemeinschaftsräume die empfohlenen räumlichen Abstände im Gottesdienst und beim Essen sehr gut gegeben sind, kann es sein, das jemand dabei doch sehr unwohl ist und er Widerwillen oder Angst empfindet. Das verstehe ich ganz, auch ohne Diskussion. Er kann weg bleiben. Für eine kurze Information bin ich dankbar, damit wir nicht nach ihm suchen müssen.
- Wer bei einem Gottesdienst fehlt, ist hiermit vom Nachbeten des Stundengebetes befreit…
- Bitte geben Sie auf sich und Ihre Gesundheit acht. …“

 

Benediktinerabtei Neresheim, 16. März 2020
Pater Albert Knebel OSB,
Konventualprior und Klosterpfarrer

 

Wir begrüßen Sie auf den Internetseiten der Abtei Neresheim.

Konventualprior Pater Albert (Oberer der Abtei Neresheim) und der Konvent der Benediktinerabtei Neresheim, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den klösterlichen Betrieben, sowie die Mitglieder des Vereins zur Erhaltung der Abteikirche Neresheim e.V. laden Sie ein zu einem Blick in Geschichte und Gegenwart unseres Klosters und freuen sich auf Ihren Besuch hier in Neresheim.

Die Benediktinerabtei Neresheim gehört zur Beuroner Benediktinerkongregation und liegt in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Die Stadt Neresheim befindet sich im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland im Land Baden-Württemberg.


 

 

Bitte beachten Sie unter "Aktuelles" (Spalte links) unsere je aktuellen Maßnahmen wegen des Coronavirus.

 

SWR Film "Himmlische Schätze", u.a. über unser Kloster Neresheim

 

Stellungnahme Konventualprior Pater Albert Knebel OSB (Oberer des Klosters Neresheim): Gerichte sprechen Kloster Neresheim das im Nachlass des Alt-Abtes entdeckte Vermögen zu – Klagen eines Krefelder Anwaltes letztinstanzlich abgewiesen



Als Oberer des Klosters bin ich Mitte 2013 in der Hinterlassenschaft von Alt-Abt Norbert auf ein Vermögen in Höhe von rund 4 Millionen Euro gestoßen. Weder war dieses Vermögen in der Vergangenheit in der Buchführung des Klosters berücksichtigt, noch war es der Kloster-Verwaltung, meinen Mitbrüdern oder mir bekannt. Unser vordringliches Interesse galt daher der Aufklärung der Herkunft dieses Vermögens. Das Kloster hat die Landesregierung, die Landesfinanzverwaltung, die Beuroner Kongregation und das Bistum unmittelbar und vollumfänglich über die Vorgänge informiert.

 

In mehreren zivilrechtlichen Verfahren hat ein Krefelder Anwalt Anspruch auf Teile des Vermögens erhoben. Ende September 2018 hat der Bundesgerichtshof die Ansprüche des Anwalts in der letzten Instanz zurückgewiesen, nachdem dieser laut Bekunden der Gerichte weder eindeutige, noch gerichtsfeste Dokumente vorlegen konnte. Damit ist endgültig geklärt, dass das Vermögen dem Kloster zufällt.

 

Mit Unterstützung eines Wirtschaftsprüfers konnte die Herkunft und der Verwendungszweck für etwa ein Drittel der Mittel geklärt werden. Es hat sich gezeigt, dass es sich hier im Wesentlichen um Spenden handelte, mit denen regelmäßig kleinere Ausgaben des Klosters gedeckt wurden. Trotz intensiver Recherche ist es nicht gelungen, die Herkunft der übrigen Mittel aufzuklären.

 

Nachdem nun Rechtssicherheit besteht, wird das Kloster die Hinterlassenschaft zur Erhaltung der spätbarocken Klosteranlage verwenden. Damit kann ein Teil der über die nächsten Jahre anstehenden Sanierungskosten gedeckt werden.

 

Die Stellungnahme wurde am 24. Februar 2015 entsprechend dem Fortschritt der Aufklärungsarbeiten seit 2. November 2014 angepasst und erweitert und am 18. Juli 2015 erneut sowie am 17. Oktober 2018 aktualisiert.

 

Abtei Neresheim, 17.10.2018
Pater Albert Knebel OSB,
Konventualprior, Oberer der Abtei Neresheim

 



© 2014 Andreas Kohler & Ralf Nuding GbR