Konvent

Mönchsleben nach der Regel des heiligen Benedikt ist für uns Benediktiner wesentlich geprägt durch die Suche nach Gott in der brüderlichen Gemeinschaft.



An oberster Stelle steht dabei die tägliche Feier des Gottesdienstes in Stundengebet und Eucharistie.

Höhepunkt des Tages ist die als Konventamt zelebrierte Eucharistiefeier. Wir singen täglich das gregorianische Proprium und Ordinarium.

Das öffentliche und gemeinsame Gebet gehört mit Recht zu den Hauptaufgaben der Kirche. In den ersten Jahrhunderten der Kirchengeschichte bildete sich ein fester Kreis von Gebetszeiten heraus. Dieses "Stundengebet" oder "Officium divinum", das auch durch Lesungen bereichert wird, ist vor allem Lob- und Bittgebet, und zwar ein Gebet der Kirche mit Christus und zu Christus.

Wir Mönche der Abtei Neresheim bemühen uns gemäß der Regel des Heiligen Benedikt, dem Gottesdienst nichts vorzuziehen und versammeln uns jeden Tag fünf Mal zum Stundengebet.

Wesentlicher Bestandteil des Stundengebetes sind seit seinen Ursprüngen die 150 Psalmen der Bibel.

In unserem Kloster wiederholen wir die Psalmen wöchentlich. Dazu verwenden wir das Einwochenschema der Psalmenverteilung im Monastischen Stundenbuch, herausgegeben von der Salzburger Äbtekonferenz (Sankt Ottilien 1981), gemäß dem Schema B des Thesaurus Liturgiæ Horarum Monasticæ (Rom 1977). So singen oder rezitieren wir in einer normalen Woche den ganzen Psalter der Bibel. Dies wünscht die Regel des heiligen Benedikt.
Festtage haben eigens ausgewählte Psalmen.

Die Psalmen von Vigil, Laudes, Terz, Mittagshore (Sext + Non)und Komplet werden zumeist in deutscher Sprache rezitiert, an Festtagen teils in lateinischer Sprache gesungen.

Die Vesper wird täglich im lateinischen gregorianischen Choral gesungen mit den Psalmen in der Textfassung der Nova Vulgata (Rom, 1979).

 

Prägend sind ebenso die verschiedenen Dienste innerhalb der Klostergemeinschaft, die persönliche Beschäftigung mit dem Glauben wie auch die Offenheit für die Menschen, die zu uns kommen.

Die Arbeit ist ein wesentliches Element des benediktinischen Mönchslebens. In den Klöstern unserer Beuroner Kongregation sind im Rahmen der gemeinschaftlichen Ordnung die verschiedenartigsten Aufgaben und Arbeiten möglich, seien es körperliche oder geistige, seelsorgliche oder schulische, wissenschaftliche oder künstlerische. Gegenwärtig sind Mönche unseres Klosters vor allem tätig in der Seelsorge für Menschen, die zu uns kommen, in der Gästebetreuung, bei Führungen in der Abteikirche und im Klostermuseum, im Religionsunterricht, in der Leitung unseres Knabenchors, in der Verwaltung des Klosters und seiner Betriebe, in der Renovierung und Pflege des Hauses, in der Bibliothek und in der Buchhandlung.

 


Gegründet wurde die Abtei Neresheim 1095 durch die Grafen von Dillingen-Kyburg, zunächst für Augustiner-Chorherren, ab 1106 für Benediktinermönche der Hirsauer Reform. Das Kloster bestand ununterbrochen bis zur Säkularisation 1802. Die Fürsten von Thurn und Taxis, an die das Reichsstift Neresheim kam, ermöglichten 1919 die Wiederbesiedlung durch Benediktiner aus der Erzabtei Beuron und der Abtei Emaus in Prag,

Gegenwärtig bilden 8 Mönche und ein Postulant den Konvent der Benediktinerabtei St. Ulrich und Afra zu Neresheim, dem seit 2012 Pater Albert Knebel OSB als vom Konvent gewählter Prior-Administrator vorsteht.

Wenn Sie sich für ein Leben als Benediktiner interessieren, nehmen Sie bitte unverbindlich mit uns Kontakt auf. Ihr Ansprechpartner ist:

P. Gregor Hammes OSB
Benediktinerabtei
73450 Neresheim
Tel: 07326 / 85 189
Fax: 07326 / 85 133
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