Baulichkeiten - Stellungnahme

Die heutigen Klostergebäude wurden im 17. und 18. Jahrhundert errichtet.
Im Konventgebäude neben der Kirche befindet sich der Klausurbereich der Mönche mit den klösterlichen Gemeinschaftsräumen. Dieser private Teil der Anlage kann nicht besichtigt werden.

Zugänglich ist nach Voranmeldung der frisch renovierte Festsaal von Dominikus Zimmermann aus dem Jahr 1719/20, der Teil des Klostermuseums ist.


Die Gebäude werden seit Jahren mit Hilfe des Landes Baden-Württemberg, der Bundesrepublik Deutschland sowie des Vereins zur Erhaltung der Abteikirche Neresheim einer grundlegenden Restaurierung unterzogen.

 

Stellungnahme Prior-Administrator Pater Albert Knebel (Oberer des Klosters Neresheim) zu Medienberichten über unbekanntes Vermögen im Nachlass des Alt-Abtes

 „Als Oberer des Klosters bin ich Mitte 2013 in der Hinterlassenschaft von Alt-Abt Norbert auf ein Vermögen in Höhe von rund 4 Millionen Euro gestoßen. Weder war dieses Vermögen in der Vergangenheit in der Buchführung des Klosters berücksichtigt, noch war es der Kloster-Verwaltung, meinen Mitbrüdern oder mir bekannt. Unser vordringliches Interesse gilt daher der Aufklärung der Herkunft dieses Vermögens.

Die Landesregierung, die Landesfinanzverwaltung, die Beuroner Kongregation und das Bistum sind vollumfänglich informiert.“

In mehreren zivilrechtlichen Verfahren hat ein Krefelder Anwalt Anspruch auf Teile des Vermögens erhoben, konnte jedoch bisher weder eindeutige, noch gerichtsfeste Dokumente vorlegen, die seinen Anspruch belegen würden. Sämtliche Klagen des Anwalts gegen das Kloster wurden von den Gerichten abgewiesen. Keiner meiner Mitbrüder im Konvent giert nach dem Vermögen, das bisher auch nicht Teil der Finanzplanung des Klosters war. Im Gegenteil: bevor nicht Rechtssicherheit über einen Anspruch Dritter auf dieses bestrittene Vermögen besteht, steht es uns auch nicht an, über eine etwaige künftige Verwendung, bspw. zur Erhaltung der spätbarocken Klosteranlage, zu befinden.

Dagegen konnte mittlerweile mit Unterstützung eines Wirtschaftsprüfers die Herkunft und der Verwendungszweck für etwa ein Drittel der Mittel, welche nicht bestritten werden, geklärt werden. Es hat sich gezeigt, dass es sich hier im Wesentlichen um ein Spendenkonto handelt, mit dem regelmäßig kleinere Ausgaben des Klosters gedeckt wurden. Insofern hat sich das Kloster entschlossen, die Mittel auf dem Konto in die Renovierung der Klosteranlagen einfließen zu lassen.

Bis zur völligen Klärung der Sachverhalte wird das Kloster beide Konten unangetastet lassen.

Die Stellungnahme wurde am 24. Februar 2015 entsprechend dem Fortschritt der Aufklärungsarbeiten seit 2. November 2014 angepasst und erweitert und am 18. Juli 2015 erneut aktualisiert.

Abtei Neresheim, 18.07.2015

P. Albert Knebel OSB,

Prior-Administrator

 



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