Knabenchor: Allgemeines


AuftragZielsetzungChorknabenAusbildungRepertoireTeilnahmeProbenzeitenProbenorteKostenChorleiterStimmbildungAnmeldungTrägerschaftFinanzierungDank für die finanzielle FörderungEine Idee findet WiderhallPresse



Der Knabenchor der Abtei Neresheim wurde am 13. Februar 2004 gegründet und befindet sich unter der Leitung von Prior-Administrator Pater Albert Knebel OSB.


Der Auftrag

Der Knabenchor Abtei Neresheim singt regelmäßig bei Gottesdiensten in der Abteikirche Neresheim und bei eigenständigen Auftritten. Neben ein- und mehrstimmigen Chorsätzen aus unterschiedlichen Epochen kommt der Gregorianik eine besondere Bedeutung zu.

Die Zielsetzung

Der Knabenchor Abtei Neresheim bietet eine musikalische Allgemein- und Stimmbildung. Im gemeinsamen Singen lernen Jungen, Jugendliche und junge Erwachsene altersübergreifend.
Die Erarbeitung von Musik für Auftritte vermittelt ein Verantwortungsgefühl für gemeinsame Ziele und fördert die persönliche Entwicklung der Chorsänger.
Durch eine intensive Chorgemeinschaft ergeben sich viele Möglichkeiten, Freundschaften zu knüpfen und persönliche Bestätigung in der Öffentlichkeit zu erhalten.

Der Knabenchor Abtei Neresheim ist Mitglied im deutschen und internationalen Chorverband Pueri Cantores, der Vereinigung kirchlicher Knaben-, Mädchen-, Jugend- und Kinderchöre.

Die Chorknaben

Am 13. Februar 2004 fanden sich zur ersten Chorprobe 40 Jungen ein, im Alter von 6 bis 11 Jahren, aus einem Umkreis von bis zu 35 Kilometern um Neresheim. Seitdem haben die Chorknaben nahezu jede Woche geprobt, auch während der Schulferien.

Aus der Region um Neresheim kommen sie, die 7- bis 22-jährigen Jungen und jungen Männer, die je nach Alter und Fortschritt ein bis zwei Mal in der Woche in der Abtei Neresheim proben.
Bei Auftritten tragen die Chorknaben schwarze Talare mit weißen Schulterkragen, die die Schneiderin des Klosters entworfen und genäht hat.

Gegenwärtig hat der Knabenchor 23 Chorknaben im Alter von 7 bis 24 Jahren und ist konfessionell gemischt. Der Knabenchor hat bisher 179 Gottesdienste (14 Eucharistiefeiern, 3 Trauungen, 140 Vespern, 1 Komplet und 21 Wortgottesdienste) sowie 33 Konzerte in der Abteikirche Neresheim und anderen Kirchen der Region und darüber hinaus gesungen. In der ARD und im SWR Fernsehen wurde der Knabenchor 2007 in Filmen über unsere Region, das Härtsfeld, porträtiert.

 

Die Ausbildung

Der Knabenchor Abtei Neresheim ist strukturiert in fünf Gruppen:

  • In der Vorschola lernen die jüngsten Sänger die Grundlagen chorischen Singens.
  • Im Aufbauchor, der nächsten Stufe, werden gregorianische Gesänge in lateinischer Sprache sowie einstimmige und auch zweistimmige Literatur einstudiert.
  • Im Hauptchor singen die erfahreneren und älteren Sänger mehrstimmige Literatur in verschiedenen Sprachen sowie schwierigere gregorianische Gesänge.
  • Während der Mutation erhalten die Chor-„knaben“ theoretischen Musikunterricht sowie die Möglichkeit zu gegenseitigem Erfahrungsaustausch im Umgang mit der sich verändernden Stimme.
  • Als junge Männerstimmen können sie ihre aktive Chortätigkeit nach Abschluss des Stimmwechsels fortsetzen.

 

Das Repertoire

Hauptziel des Knabenchor Abtei Neresheim ist das Einstudieren geistlicher Gesänge, die sich in die klösterlichen Gottesdienste einbringen lassen.
Eine Besonderheit stellt die Gregorianik dar, das einstimmige liturgische Singen mit lateinischem Text.
Daneben singen die Chorknaben Volks- und Kinderlieder, die nach stimmbildnerischen Aspekten ausgewählt sind und jeweils zur Jahreszeit passen.

Die Teilnahme

Der Knabenchor Abtei Neresheim steht allen Jungen und jungen Männern offen, die gerne singen, unabhängig von Religion oder Konfession. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Günstiges Eintrittsalter in den Chor ist das erste oder zweite Schuljahr. Ebenso willkommen sind Jungen der dritten bis fünften Klasse.

Die Probenzeiten

In der Vorschola findet wöchentlich eine Probe statt, im Aufbauchor und im Hauptchor sind es zwei Proben, bei den Mutanten und jungen Männerstimmen eine Probe.

Die Probenzeiten:


Vorschola:

  • Donnerstag 15.30 bis 16.15 Uhr

Aufbauchor:

  • Mittwoch 15.30 bis 16.30 Uhr: Alt
  • Mittwoch 16.30 bis 17.30 Uhr: Sopran
  • Donnerstag 16.30 bis 17.30 Uhr: Sopran & Alt

Hauptchor:

  • Dienstag 15.30 bis 16.30 Uhr: Alt
  • Dienstag 16.45 bis 17.45 Uhr: Sopran
  • Freitag 14.45 bis 15.25 Uhr: Ersatzprobe
  • Freitag 15.30 bis 16.55 Uhr: Sopran & Alt

Junge Männerstimmen und Mutanten:

  • Mittwoch 20.00 bis 20.45 Uhr
  • Samstag 11.00 bis 11.45 Uhr



Probenorte

Die Proben finden im großen Sprechzimmer bei der Pforte des Konventbaus und in der Abteikirche statt.
Diese Räume sind auch den Familien der Chorknaben zugänglich. Die Eltern der Chorknaben tragen Sorge für die Fahrt ihres Sohnes ins Kloster Neresheim und wieder nach Hause.

Die Kosten

Die Teilnahme am Chor und an der Stimmbildung ist kostenlos. Noten und Chorkleidung werden von der Benediktinerabtei Neresheim gestellt.

Der Chorleiter

Der Knabenchor Abtei Neresheim wird geleitet von Pater Albert Knebel OSB, Prior-Administrator und Cantor der Benediktinerabtei. Motiviert durch das Erleben von Knabenchören aus aller Welt, deren Konzert- und Gottesdienst-Auftritte in der Abteikirche er seit 2002 moderiert, gründete er am 13. Februar 2004 den Knabenchor Abtei Neresheim.


Die Stimmbildung

Die Chorknaben erhalten Stimmbildung in Einzel- und Gruppenunterricht. Diplom-Gesangspädagoge Stephan Heinemann, Stimmbildner beim Thomanerchor Leipzig, kommt regelmäßig nach Neresheim, um die Chorknaben zu unterrichten.

Die Anmeldung

Die Haupt-Termine für Neuaufnahmen sind im Frühjahr und Herbst.
Unabhängig davon ist eine Anmeldung jederzeit möglich beim Chorleiter:
Pater Albert Knebel OSB
Benediktinerabtei, 73450 Neresheim
Tel: 07326 / 85 190 (Montag bis Freitag: 10-12 Uhr; Samstag: 10-11 Uhr)
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Die Trägerschaft

Der Knabenchor Abtei Neresheim steht in der Trägerschaft der Benediktinerabtei Neresheim. Das Kloster übernimmt die Finanzierung des Chores, stellt den Probenraum mit einem Klavier sowie die Abteikirche zur Verfügung und stellt die Chorkleidung.

Die Finanzierung

Der Knabenchor Abtei Neresheim ist zusätzlich zum Engagement des Trägers auf private Unterstützung angewiesen.
Spendenkonto: Klosterverwaltung.
Konto 110 915 016.
BLZ 614 500 50.
Kreissparkasse Ostalb.

IBAN: DE 92 61450050 0110915016.

BIC: OASPDE6AXXX

Verwendungszweck: Knabenchor.
Spendenbescheinigungen werden ausgestellt.

 

Der Knabenchor Abtei Neresheim dankt für finanzielle Förderung:

Lions Club Ulm/Neu-Ulm-Schwaben

 

Knabenchor Abtei Neresheim – eine Idee findet Widerhall und Unterstützung

von Pater Albert Knebel OSB, Cantor und Prior der Abtei Neresheim

„Was ist Ihre Vision für Neresheim?“ Hans-Peter Blank, der Leiter der Städtischen Musikschule Neresheim, stellte mir im Juni 2003 diese Frage, als ich ihn bat, die Werbung für die Auftritte des französischen Knabenchors „Les petits chanteurs de Versailles“ in unserer Abteikirche zu unterstützen. Angeregt durch das Erleben der Knabenchöre aus aller Welt, deren Besuche und Auftritte bei Gottesdiensten und Konzerten in unserer Abteikirche ich seit 2002 moderieren darf, war ein Gedanke in mir gereift, den ich in diesem Moment zum ersten Mal aussprach: „Solch einen Knabenchor sollten wir an unserer Abteikirche haben“. Herr Blank ermutigte mich, diese Idee Realität werden zu lassen.

In der Folge suchte und fand ich Rat und Unterstützung bei Chorleitern, Chormanagern und anderen Fachleuten für Chormusik. Ich denke neben persönlichen Freunden besonders an:

  • Christine Herrmann, M.A., Kulturmanagerin, Schlaitdorf
  • Barbara Weber, KMD, Bezirkskantorin, Diözesanbeauftragte für Kinderchorleitung, Heidenheim, meine Mentorin
  • Thomas Prange, Diplom-Gesangspädagoge, Jena, unser erster Stimmbildner
  • Thomas Stang, Leiter der St.-Georgs-Chorknaben Ulm, bei dem ich hospitieren durfte, stellvertretender Vorsitzender des Verbandes Pueri Cantores in der Diözese Rottenburg-Stuttgart
  • Erich W. Hacker M.A., Akademiedirektor der Internationalen Musikschulakademie Schloß Kapfenburg
  • Gislinde Betz, stellvertretende Musikschulleiterin der Musikschule Waldstetten
  • Friedemann Keck, Leiter des Knabenchors Collegium Iuvenum Stuttgart i.R., Hochschulmusikdirektor an der PH Ludwigsburg i.R.
  • Walter Hirt, Diözesankirchenmusikdirektor der Diözese Rottenburg-Stuttgart
  • Rolf Schweizer, Kirchenmusikdirektor, Professor emer., Freiamt
  • Patrick Russill, Head of Choral Direction, Royal Academy of Music, London, Director of Music, The London Oratory
  • Michael D. Müller, Leiter der Lübecker Knabenkantorei an St. Marien und Marienkantor in Lübeck.
  • Christoph Kaufmann, Basel, Organist, Cembalist und Chorleiter
  • Christel Wittmann, Leiterin des Amadeus-Kinderchor Geislingen an der Steige, bei der ich hospitieren durfte.
  • Stephan Heinemann, Diplom-Gesangspädagoge, Leipzig, unser derzeitiger Stimmbildner


Aus dem Kreis der Fachleute kam eine zweite weichenstellende Frage: „Sie haben in Neresheim die nötigen Räume für die Proben; Sie haben durch Ihre klösterlichen Gottesdienste viele Möglichkeiten für Auftritte. Was noch fehlt, ist ein Chorleiter. Warum machen Sie das nicht selbst?“ Ermutigt durch fachlichen Rat und getragen von spürbarem Wohlwollen, habe ich es gewagt, den Knabenchor Abtei Neresheim ins Leben zu rufen und zu leiten.

V. Abt Norbert genehmigte freundlich das Projekt eines eigenen Knabenchors an der Abteikirche, gestattete mir entsprechende Fortbildungsmaßnahmen, stellte das neu renovierte große Sprechzimmer im Pfortenbereich des Konventbaus als Probenraum zur Verfügung und ließ das 100 Jahre alte Klavier seines verstorbenen Vaters richten.

Ein offenes Ohr fand ich auch bei P. Hugo, unserem Organisten, sowie bei den Mitbrüdern in unserem Konvent.

Die groß angelegte Werbeaktion im Dezember 2003 wurde aktiv unterstützt durch die Schulen und die Pfarreien beider Konfessionen im Umfeld von 20 Kilometern um das Kloster. Die Schwäbische Post, die Heidenheimer Zeitung, die Heidenheimer Neue Presse und die Aalener Nachrichten begleiten den entstehenden Knabenchor bis heute publizistisch.

Einige Wirtschaftsunternehmen der Region und persönliche Freunde zeigten spontan ihre Bereitschaft, materiell für die Anfangsausstattung des Knabenchors zu sorgen. So erhielt der Probenraum einen schalldämmenden Teppichboden, eine Schultafel mit Notenlinien, eine digitale einmanualige transportable Kirchenorgel und kindgerechte Stühle. Für die Auftritte wurden stabile schwarze Chormappen angeschafft.

Die Schneiderin des Klosters, Beate Schiele, entwarf und nähte die Talare für die Chorknaben nach Vorbildern deutscher und englischer Knabenchöre.

 

Presse

Zeitungen, die den Knabenchor bis heute publizistisch begleiten:
Aalener Nachrichten
Heidenheimer Neue Presse
Heidenheimer Zeitung
Schwäbische Post

Der Chor ist eingetragen bei:
Boys Choirs in Europe
Chorszene
Orpheus
Kirchenmusikführer

choere.de
The Boy Choir and Soloist directory
knabenchoere.de

 

Zum Konzert am 8.11.2015:

Herz und Stimme sind beim Singen im Einklang

Knabenchor der Abteikirche Neresheim gibt gelungenes Konzert in der Stadtkirche

Neresheim gk Der Knabenchor der Abteikirche Neresheim unter der Leitung von Pater Albert Knebel hat in der gut besuchten Stadtpfarrkirche Neresheim ein Konzert gesungen. Pfarrer Adrian Warzecha hieß die Zuhörer und den Knabenchor willkommen. Das Konzert des Knabenchors reihte sich ein in die Veranstaltungen zum 550-jährigen Bestehen der Neresheimer Stadtpfarrkirche.

In all den Jahren, so Pfarrer Warzecha, wurden die katholische Gemeinde vom Kloster auf dem Ulrichsberg geprägt, und deshalb freue man sich, dass der im Jahr 2004 gegründete Knabenchor der Abtei auch in diesem Jubiläumsjahr in der Stadtpfarrkirche singe. Der Knabenchor mit seinen etwa 25 Sängern hatte ein breites Programm vorbereitet, das von Heinrich Schütz über Bach und Händel bis hin zu Max Drischner und dem zeitgenössischen Komponisten Simon Lindley reichte. Auch dem gregorianischen Gesang wurde gebührender Platz eingeräumt.

Herz und Stimme sollen beim Singen im Einklang sein, so heißt es im Kapitel 19 der Regeln des heiligen Benedikt, das Pater Albert Knebel für die Lesung ausgesucht hatte. Und diesen Einklang zwischen Herz und Stimme, den vermittelten die Knaben und die jungen Männer des Chores – von Pater Albert an der kleinen Orgel begleitet – den andächtig lauschenden Zuhörern.

Transparentes und ausgeglichenes Klangbild

Die Besucher wurden zu Beginn gebeten, zwischen den einzelnen Gesängen nicht zu applaudieren. Sie hielten sich daran, und das war gut so, denn dadurch wurde die besinnliche Stimmung der musikalischen Stunde nicht gestört. Der Beifall am Schluss fiel dafür umso herzlicher und länger aus.

Die jungen Sänger konnten durch ein transparentes und ausgeglichenes Klangbild zwischen den hellen Knabenstimmen im Sopran und den tieferen Stimmen der jungen Männer im Tenor überzeugen. Sie interpretierten die Psalmvertonungen, wie etwa das einleitende „Singet dem Herrn ein neues Lied“ von Heinrich Schütz mit ruhigem und gleichmäßigem Duktus, ohne unangemessen forcierte Emotionen. Es wurde sowohl in den deutschen wie in den lateinischen Texten klar und deutlich artikuliert, zuweilen hätte man sich allerdings doch markantere dynamische Unterschiede vorstellen können. Bei den gregorianischen Chorälen stellten sich die Sänger im Chorgestühl auf, Pater Albert fungierte als Vorsänger und der geteilte Chor antwortete im Wechselgesang, so wie dies auch in den Vespergottesdiensten im Kloster praktiziert wird.

Aalener Nachrichten 10.11.2015

 

 

Kinderliedersingen zum Einstieg

Ein Blick in eine Schnupperprobe beim Knabenchor Abtei Neresheim

Benedikt, Christof und Tobias. So heißen die drei Eleven, die am Donnerstag zur ersten, zur Schnupperprobe ins Kloster Neresheim gekommen sind.

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Neresheim. Sieben und acht Jahre alt, der Kleinste kann noch nicht lesen, weder Text noch Noten. Aber nach einer guten halben Stunde singen alle drei immerhin schon hörbar.
Pater Albert hat die drei Knaben gelockert, Stimme und Stimmgabel erklärt, sängerisches Atmen gezeigt – und viel gesungen. Kaum saßen die Drei, hatten sie auch schon das erste Liedblatt in der Hand: Drei Chinesen mit dem Kontrabass, wie eine Gebetsmühle durch alle Vokale und Umlaute. Der Mönch mit hellem Tenor immer leiser, die Jungs bei „drü Chünüsün müt düm Küntrübüss“ mit klarer Stimme dabei, voran Tobias, der singt ja auch schon in einem anderen Chor und sein großer Bruder schon seit Jahren in Pater Alberts „Knabenchor Abtei Neresheim“.
Der Pater, der gerade als Prior des Klosters wiedergewählt wurde, prüft die Stimmen. Bei einem spielerischen Vorsingen hört er Tonsicherheit, Art der Stimme und die Höhe. Erst knapp unter „Königin der Nacht“ werden die ungeübten Stimmen der Knaben quietschig, Pater Albert strahlt.
Wenn die Drei wiederkommen, werden sie Mitglieder der Vorschola sein, aus dem der Nachwuchssänger bei entsprechendem musikalischem und stimmlichem Fortschritt in den Aufbauchor befördert wird. Hier werden gregorianische Gesänge (lateinisch) eingeübt und einstimmige Lieder. Dann wartet der Hauptchor mit vierstimmigen Chorsätzen und Auftritten in der Abteikirche und an verschiedenen Orten in der näheren und weiteren Umgebung. Wi

Info und Anmeldung über P. Prios Albert Knebel OSB, Telefon 07326-85190 oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 © Schwäbische Post 12.03.2015

 

Konzert

Heilende Kraft geistlicher Musik

Knabenchor Neresheim zu Gast in Mönchsdeggingen

In der ehemaligen Klosterkirche Mönchesdeggingen war der Knabenchor der Abtei Neresheim zu hören.
Foto: Pfarrei

Es war wie ein Zurückversetzen in alte Zeiten als die Buben des Knabenchors der Abtei Neresheim in der ehemaligen Klosterkirche Mönchsdeggingen im kostbaren Rokokochorgestühl Psalmen aufklingen ließen im Wechsel der beiden Chorseiten.

Bis 1802 waren diese Gesänge der Mönche hier zu hören. Unter der Leitung von Abt-Administrator Pater Albert Knebel OSB sind die Jungs, deren Chor nun schon mehr als zehn Jahre besteht und die regelmäßig in der Abteikirche von Neresheim musikalische Gestaltungen darbieten, tief hineingewachsen in eine beeindruckende sakrale Musik. In drei Teilen wurde das Konzert gestaltet: Psalmenvertonungen, Christusgesänge, Mariengesänge. In einer großen musikalischen Vielfalt überspannte der Chor einen Zeitraum von 1600 (Heinrich Schütz) bis 2010 (Wolfram Menschick).

Im wunderbaren Ambiente der Kirche, die auch als „Wies im Ries“ bezeichnet wird, dargeboten von diesen jungen Stimmen, durften die Zuhörer die heilende Kraft und die entspannende Wirkung dieser geistlichen Musik erleben.

Einen inhaltlichen Bogen spannte dazwischen Pfarrer Daniel Maria Schmitt mit seinen geistlichen Impulsen.

(Augsburger Allgemeine 07.03.2015) (pm)

 

 

Gemeinsames Konzert im Advent

Kinder- und Knabenchor singen in der Abteikirche Neresheim – Das mutige Experiment glückt

Die bunte, aufgeweckte Kinderschar der Musikschule und die schwarz gekleideten jungen Männer des Knabenchors der Abtei Neresheim waren beim gemeinsamen Adventskonzert in der Abteikirche liebevoller Kontrast und stimmungsvolle Ergänzung. Beide haben das Experiment mit Bravour gemeistert.

Heribert Andres

Neresheim. „Ich habe einfach einmal gefragt, ob es möglich ist“, kommentiert Uta-Mirjam Theilen, die Leiterin der Musikschule Neresheim, die Idee, zum ersten Mal gemeinsam mit dem hochkarätigen Knabenchor der Abtei ein Adventskonzert zu gestalten. Mutig, denn die Abteikirche ist für 20 kleine Stimmchen doch ein gewaltiges Bauwerk, das es musikalisch zu füllen gilt.

Die Spannung bei den Zuhörern war spürbar, als die jungen Sängerinnen – ein kleiner Sänger war auch dabei – zu den ersten Takten von „Advent, Advent“ ansetzten. Doch unterstützt durch die wunderbare Akustik der Abteikirche drangen die jungen und schon erstaunlich gut ausgebildeten Stimmen schnell in die Herzen der vielen Zuhörer und rundeten die vorweihnachtliche Stimmung in der Kirche liebevoll ab. Spätestens beim Stück „Weit ist der Weg“ mit dem eingefügten Gedicht „Sage, wo ist Bethlehem“ hatten die kleinen Künstler unter der Leitung von Beatrix Lang endgültig gewonnen und ernteten lang anhaltenden Beifall.

Eindrucksvoll eingerahmt wurde der Auftritt der Musikschule Neresheim vom Knabenchor der Abtei unter Leitung von Pater Albert Knebel. Ernst und gediegen der Auftritt, hervorragend ausgebildet die Stimmen, anspruchsvoll das Programm, das mit dem sehr alten gregorianischen Choral „Iucundalux“ nach Georg Malcolm seinen würdevollen Höhepunkt hatte. Deutlich spürbar war die beim regelmäßigen Singen in Gottesdiensten und anderen Auftritten gewonnene Souveränität. Ein musikalischer Genuss nicht nur für ausgesprochene Anhänger kirchlicher Chormusik. Zum Abschluss des stimmungsvollen Adventskonzerts gaben beide Chöre mit dem „Wieder naht der heil’gen Stern“ den Besuchern einen weihnachtlichen Gruß mit auf den neblig-dunklen Heimweg runter in die Stadt.

© Schwäbische Post 16.12.2011

 

Feine Musik, die hilft

Knabenchor der Abteikirche singt zugunsten der Erdbebenopfer
Feierlich gestaltete der Knabenchor der Abteikirche Neresheim am Sonntagnachmittag die Vesper. Mit dem feinen Gesang, bereichert durch Männerstimmen, erfreute der Chor den Konvent und Besucher gleichermaßen. Der Erlös des Konzerts ging über Caritas International an die Erdbebenopfer von Japan.

Der Knabenchor der Abteikirche Neresheim. (Foto: sik)

Neresheim. Leuchtende Soprane, dichte Mittelstimmen und ein noch etwas schüchternes Männerstimmenfundament – der Knabenchor der Abteikirche entwickelt sich stets weiter. Regelmäßige Stimmbildung durch Stephan Heinemann, Stimmbildner beim Thomanerchor Leipzig, zahlt sich im Gesamtklang des Chores aus.

Weiche Terzparallelen zeichnen Sopran und Alt in der Vertonung des Psalms 23 von Max Drischner aus. Der klangvolle Satz gewinnt durch die reinen Stimmen. Die besondere Akustik des Kirchenraums verlangt mehr als andernorts eine ganz saubere Intervallführung. Dies gelingt auch in der Psalmvertonung „Wie freundlich“. Schön ist hier auch die Hervorhebung des Textes zu vernehmen. Melismen schmücken die einzelnen Silben, Echo-Effekte liefert die Orgel im Dialog mit den Sängern. Mühelos gleiten die Harmoniewechsel im Stile eines Heinrich Schütz ineinander und der Sopran greift die Höhen mit ungezwungen wirkender Technik.

Der meditative Moment der Vesper in den Psalmen mit Antiphon passt gut zum Benefizcharakter des Konzerts. Und auch der Satz „Er weidet die Herd‘ wie der Hirte“ aus dem Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel trägt diese trostreichen Züge. Eindringlich und in schwingender Gestik gelingt dem Knabenchor dieses Stück. Die graziöse Melodieführung des „Ave verum corpus“ von Edward Elgar und das „Ave Maria“ des Briten Simon Lindley schließen die konzertante Vesper. sik


© Schwäbische Post 28.03.2011



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