Gottesdienste


Als Benediktinerkonvent feiern wir täglich das Stundengebet und die Eucharistie. Wir verwenden dabei Texte in deutscher Sprache ebenso wie Gesänge des lateinischen grego- rianischen Chorals.

 

Höhepunkt des Tages ist die als Konventamt zelebrierte Eucharistiefeier. Wir singen täglich das gregorianische Proprium und Ordinarium.
Als Werk Christi und des Volkes Gottes ist die Feier der heiligen Messe für die Welt- und Ortskirche wie auch für jeden einzelnen Gläubigen Mitte des ganzen christlichen Lebens. In ihr findet das Wirken Gottes seinen Höhepunkt, durch das er in Christus die Welt heiligt, aber auch der Kult, den die Menschen dem Vater erweisen, indem sie ihn durch Christus, seinen Sohn, verherrlichen. In der Eucharistiefeier werden zudem die Mysterien der Erlösung im Jahresablauf so begangen, dass sie in je bestimmter Weise gegenwärtig sind. Alle anderen gottesdienstlichen Feiern und alle Werke christlichen Lebens stehen mit der Messe in Zusammenhang: sie gehen aus ihr hervor und führen zu ihr hin.

 

Das öffentliche und gemeinsame Gebet gehört mit Recht zu den Hauptaufgaben der Kirche.
In den ersten Jahrhunderten der Kirchengeschichte bildete sich ein fester Kreis von Gebetszeiten heraus. Dieses "Stundengebet" oder "Officium divinum", das auch durch Lesungen bereichert wird, ist ein Gebet der Kirche mit Christus und zu Christus.

Motive des Stundengebets sind der Lobpreis Gottes für die Schöpfung, der Dank für die Erlösung, die Fürbitte für die Nöte der Welt und die Heiligung der Zeit.

Wir Mönche der Abtei Neresheim bemühen uns gemäß der Regel des Heiligen Benedikt, dem Gottesdienst nichts vorzuziehen und versammeln uns jeden Tag fünf Mal zum Stundengebet.

Wesentlicher Bestandteil des Stundengebetes sind seit seinen Ursprüngen die 150 Psalmen der Bibel. Die Kirche betet mit diesen großartigen Liedern, die heilige Verfasser im Alten Bund auf Eingebung des Geistes Gottes gedichtet haben. Sie haben von ihrem Ursprung her die Kraft, Geist und Herz des Menschen zu Gott zu erheben und in ihnen fromme und heilige Gesinnung zu wecken. Im Glück helfen sie danksagen, im Unglück bringen sie Trost und Standhaftigkeit.

In unserem Kloster wiederholen wir die Psalmen wöchentlich. Dazu verwenden wir das Einwochenschema der Psalmenverteilung im Monastischen Stundenbuch, herausgegeben von der Salzburger Äbtekonferenz (Sankt Ottilien 1981), gemäß dem Schema B des Thesaurus Liturgiæ Horarum Monasticæ (Rom 1977). So singen oder rezitieren wir in einer normalen Woche den ganzen Psalter der Bibel. Dies wünscht die Regel des heiligen Benedikt.
Festtage haben eigens ausgewählte Psalmen.

Die Psalmen von Vigil, Laudes, Terz, Mittagshore (Sext + Non)und Komplet werden zumeist in deutscher Sprache rezitiert, an Festtagen teils in lateinischer Sprache gesungen.

Die Vesper wird täglich im lateinischen gregorianischen Choral gesungen mit den Psalmen in der Textfassung der Nova Vulgata (Rom, 1979).

An Sonn- und Feiertagen findet zusätzlich eine Gemeindemesse statt.

 

Sonntage und Feiertage

05.00 Uhr Vigil und Laudes (deutsch mit lateinischen gregorianischen Gesängen)
im Kapitelsaal
08.30 Uhr   Gemeindemesse
10.00 Uhr   Konventamt und Terz (deutsch mit lateinischen gregorianischen Gesängen)
12.05 Uhr   Mittagshore (Sext und Non, deutsch)
14.30 Uhr   Vesper (lateinisch gregorianisch gesungen)
19.30 Uhr   Komplet (deutsch)

 

Wochentage

05.00 Uhr Vigil und Laudes (deutsch mit lateinischen gregorianischen Gesängen)
im Kapitelsaal
09:00 Uhr   Konventamt und Terz (deutsch mit lateinischen gregorianischen Gesängen)
12.05 Uhr   Mittagshore (Sext und Non, deutsch)
18.00 Uhr   Vesper (lateinisch gregorianisch gesungen)
19.30 Uhr   Komplet (deutsch oder lateinisch)

 

Gelegenheit zu Beichte und Beichtgespräch

besteht in der Turmkapelle neben der Abteikirche sowie in den Sprechzimmern an der Klosterpforte.

 

Sonntag 11.15 Uhr bis 12.00 Uhr
Wochentag   10.00 Uhr bis 12.00 Uhr; 16.00 Uhr bis 17.45 Uhr


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