Aktuelles

09.09.: Knabenchor Abtei Neresheim singt in der Vesper am Kirchweihfest

 

 

Sonntag, 9. September 2018, 14.30 Uhr, Abteikirche Neresheim,
Zweite Vesper am Kirchweihfest der Abteikirche,
mit dem Knabenchor Abtei Neresheim.

 

Der Knabenchor Abtei Neresheim singt ein- und mehrstimmige Chorsätze, sowie Gregorianik gemeinsam mit dem Konvent der Benediktinerabtei.

Knabenchor: Schnupperproben: 1.9. + 13.10.

 

Samstag, 1. September 2018, 10.00 bis 10.45 Uhr, Schnupperprobe beim Knabenchor Abtei Neresheim

 

Samstag, 13. Oktober 2018, 10.00 bis 10.45 Uhr, Schnupperprobe beim Knabenchor Abtei Neresheim 

 

Jungen mit Freude am Gesang sind herzlich eingeladen, zu erleben, wie es ist, in einem Knabenchor zu singen.

 

 

Musikalische Vorkenntnisse sind nicht Vorbedingung. Es findet keine Aufnahmeprüfung statt.

 

Treffpunkt: Klosterpforte im Konventgebäude neben der Klosterkirche.

 

Kontakt zum Chorleiter Pater Albert:

Tel: 07326 / 85 190 (Mo-Fr: 10-11 Uhr).

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

9.3.2018: Wahl unseres Pater Albert zum Oberen als Konventualprior

 

Wir Mönche des Klosters Neresheim haben am heutigen Tag, dem 9. März 2018,
unter dem Vorsitz von Abtpräses Dr. Albert Schmidt OSB
unseren

 

Pater Albert Knebel OSB

 

zum Konventualprior gewählt.

 

Die Amtszeit beträgt sechs Jahre.

 

Der Gewählte wurde vom Abtpräses bestätigt und in sein Amt eingesetzt und hat seinen Dienst aufgenommen.

 

Wir danken für Ihr Gebet in den vergangenen Tagen und
bitten Sie auch weiterhin um Ihr Gebet
für den Gewählten und für unsere Gemeinschaft.

 

DER KONVENT
DER BENEDIKTINERABTEI
DER HEILIGEN ULRICH UND AFRA ZU NERESHEIM

 

Zum Amt eines Konventualpriors sagen die Deklarationen der Beuroner Benediktinerkongregation in Nr. 4:

 

"Was in der Regel, im allgemeinen Recht und im Kongregationsrecht von der Abtei bzw. dem Abt ausgesagt ist, gilt in gleicher Weise für das Konventualpriorat bzw. den Konventualprior und auch für einen Administrator, falls sich nicht aus der Natur der Sache oder ausdrücklichen Bestimmungen etwas anderes ergibt."

 

Das Generalkapitel der Beuroner Benediktinerkongregation 2017 hat beschlossen, dass auch in einer Abtei ein Konventualprior als Oberer gewählt werden kann. Die Religiosenkongregation in Rom hat dies 2018 genehmigt.

 

Die Kapitelsansprache des Konventualpriors Pater Albert unmittelbar nach der Wahl:

 

Lieber V. Abtpräses Albert, lieber V. Abt Laurentius,
liebe Mitbrüder!

Die Amtszeit als Konventualprior möchte ich einleiten mit: „Im Namen unseres Herrn Jesus Christus. Amen.“

Ich bin erleichtert, dass Sie sich für die Wahl eines Konventualpriors entschieden haben. Ich denke, dass diese im Äußeren schlichtere Form des Oberen – zugleich mit etwas mehr Zeit - für uns heute hier im Kloster Neresheim passt.

Sie haben mich nun zum dritten Mal zum Oberen gewählt. Das ist für mich eine große Verpflichtung, der ich mich nach meinen Möglichkeiten stelle, dankbar für das Zutrauen, und im Bemühen, meine Begrenztheiten zu öffnen.

Unserem V. Abt Präses Albert danke ich für die Leitung und Bestätigung der Wahl und V. Abt Laurentius für die Unterstützung.

Ich danke Pater Gregor, der als Subprior die Wahl vorbereitet und sie prokolliert, ebenso den Stimmzählern. Ich danke Ihnen allen, die Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben.

Hiermit bestätige ich alle Mitbrüder ausdrücklich in ihren Ämtern und Aufgaben, wie sie hier im Kapitelsaal auf der Liste der Offizialen stehen.
Ich bitte Sie weiter um Ihren Gebetsdienst in unserem Opus Dei, um Ihre Arbeit und Ihren Rat, zum Wohl unserer Gemeinschaft und der Menschen, die zu uns kommen.
Bitte lassen Sie mich aber auch wissen, wenn Sie in Ihren Bereichen Unterstützung oder Erleichterung brauchen oder wenn Sie bei der Bewältigung Ihres persönlichen Alltags der Hilfe bedürfen. Nicht immer sieht man das so leicht.

Über die nächsten Jahre möchte ich als persönliches Motto stellen: „In nomine Domini - Im Namen des Herrn“. Wie Sie wissen, war das der Wahlspruch von Papst Paul VI., der in diesem Jahr heiliggesprochen wird. Paul VI. hat gemäß den Beschlüssen des II. Vatikanischen Konzils die Erneuerung der Liturgie durchgeführt. Diese nach dem II. Vatikanum erneuerte Liturgie hat mich im Vollzug des Gottesdienstes geschult und ebenso auch mein Mönchsleben geprägt. Eben deshalb nehme ich als Motto den Wahlspruch von Papst Paul VI.: „In nomine Domini. – Im Namen des Herrn“.

Ich bitte Sie auch weiterhin um Ihr Wohlwollen und Ihre Unterstützung für unser gemeinsames Kloster Neresheim. Danke.

 

Link zu einem Zeitungsfilm über öffentliche Teile der Wahl. Man sieht in Ausschnitten die Heilige Messe zum Heiligen Geist vor Beginn der Wahl, nach der Wahl den Einzug in die Kirche, die Bekräftigung der Mönchsgelübde der Wähler in die Hände Ihres Konventualpriors so wie den Segen.

Film der Heidenheimer Zeitung zur Wahl des Konventualpriors

25.2.: Noviziatsaufnahme unseres Bruder Matthias

 

Sonntag, 25. Februar 2018

 

Im Rahmen eines Wortgottesdienstes im Kapitelsaal des Klosters haben wir unseren Postulanten (25 Jahre alt) in das Noviziat aufgenommen, d.h. in die einjährige Probezeit.
Bei dieser Feier, die auch Einkleidung genannt wird, erhielt er den Ordensnamen:
Bruder Matthias.

 

Wir Mönche freuen uns sehr über diesen Schritt und bitten um das Gebet für unseren Novizen Bruder Matthias und für unsere Klostergemeinschaft.

 

Unser Novize erprobt das klösterliche Leben in Gebet und Arbeit.
Er nimmt an unserer täglichen Liturgie in Heiliger Messe und Stundengebet teil und
arbeitet in Sakristei und Garten.
Er hat wöchentlich Unterricht:
- Benediktusregel und heutige Lebensform: Pater Albert
- Gesang: Hochschulmusikdirektor em. Friedemann Keck
- Latein (Bibel- und Kirchenlatein): Pater Albert
- Liturgie: Pater Albert
- Neues Testament und Geistliche Schriftlesung: Pater Gregor
- Ordens- und Hausgeschichte: Pater Gregor
- Psalmen: Pater Albert

 

 

Warum Latein in der Liturgie?

 

Warum Latein in der Liturgie?

 

Wir singen in unserem Konventamt (Heilige Messe) und in unserem gemeinsamen Chorgebet (d.h. Monastisches Stundengebet; Liturgia horarum monastica) viele Teile auf Latein. Warum das?

 

Die Mehrzahl der liturgischen Texte, die in lateinischer Sprache verfasst sind, geht auf die Antike zurück; es handelt sich um literarisch bedeutende Texte unseres Glaubens, die im Laufe der Jahrhunderte durch ununterbrochene Tradition gebraucht und weitergegeben worden sind. Moderne Übersetzungen sind diesem Sprachfluss und der inhaltlichen Tiefe selten gewachsen.
Entsprechendes gilt auch für die Gregorianik: Die Melodien sind mehr als 1000 Jahre alt und bezwecken, die vorwiegend der Bibel entnommenen lateinischen Texte musikalisch zur Geltung zu bringen. Sie sind Teil der ältesten europäischen Musik, die bis heute gepflegt wird und gehören zum lebendigen Erbe abend-
ländischer Kultur

 

Die lateinische Liturgie und die Gregorianik betrachten wir daher als einen Schatz – sowohl für die Kirche wie auch für die Menschheit überhaupt. Aus diesem Grund pflegen wir diese Tradition. Durch den besonderen Reichtum diese Texte werden wir allmählich innerlich geprägt und unser Gebet wird gefördert.
Wer ohne Lateinkenntnisse oder mit geringen Lateinkenntnissen in unser Kloster eintritt, erhält im Noviziat Unterricht in Bibel- und Kirchenlatein.
Für das bessere Verstehen der lateinischen stehen Texte in deutscher Übersetzung zur Verfügung.

 

Die Lesungen aus der Heiligen Schrift und aus den Kirchenvätern tragen wir immer auf Deutsch vor.

 

Was singen wir in Latein?

 

VIGIL: An bestimmten Hochfesten je nach Festgrad: Invitatorium, Hymnus, Responsorien, Te Deum.
An jedem Sonntag und Festtag: Te decet laus.

LAUDES: An Weihnachten, Ostern und Pfingsten singen wir die Laudes ganz in Latein.
Taglich singen wir in den Laudes lateinisch: Responsorium, Hymnus, Versikel, Benedictus mit Antiphon und Abschluss.

TERZ: Täglich singen wir den Hymnus lateinisch, an bestimmten Hochfesten auch die Psalmodie.

KONVENTAMT: Täglich singen wir das gregorianische Proprium und Ordinarium.
Orationen, Lesungen und Eucharistisches Hochgebet sind auf Deutsch.

VESPER: Täglich ganz auf Latein gesungen; Schriftlesung auf deutsch.

KOMPLET: Täglich wird die Marianische Antiphon lateinischisch gesungen.
An Hochfesten und Festen unter der Woche sind alle Gesänge auf Latein, die Schriftlesung auf deutsch.

 

Bitte beachten:

 

Die Heilige Messe, d.h. sowohl das Konventamt als auch die Gemeindemesse feiern wir immer gemäß der vom Hochheiligen Ökumenischen Zweiten Vatikanischen Konzil beschlossenen und unter der Autorität des seligen Papstes Pauls VI. und des heiligen Papstes Johannes Paul II. durchgeführten liturgischen Erneuerung, d.h. im Ritus ordinarius.

 

Die lateinischen Psalmen im Stundengebet singen wir gemäß der 1979 vom heiligen Papst Johannes Paul II. herausgegebenen Nova Vulgata Bibliorum Sacrorum Editio, Editio typica altera.

Papst Franziskus zur Liturgie

 

 

Für die Liturgie wichtige Wegweisung und Entscheidung von
Papst Franziskus
:

 

Zusage von Papst Franziskus, die er am 24.8.2017 den 800 Teilnehmern einer liturgiewissenschaftlichen Tagung in Rom gegeben hat: „Wir können mit Sicherheit und Lehrautorität sagen, dass die liturgische Reform unumkehrbar ist.“ Das II. Vatikanische Konzil und die Liturgiereform seien Frucht eines langen Weges, die den konkreten Bedürfnissen der Gläubigen nach einer „lebendigen Liturgie“ entsprochen hätten. Die Reformen seien im „Respekt“ für die Tradition geschehen.
Im Blick auf die von manchen diskutierte Gebetsrichtung gegen Osten betont Papst Franziskus, dass der Altar sichtbares Zeichen des unsichtbaren Mysteriums sei, das Zeichen für Christus, den lebendigen Stein. Aus diesem Grund sei der Altar das Zentrum, dem die Aufmerksamkeit in allen unseren Kirchen gelte. "Auf den Altar richtet sich der Blick der Betenden, des Priesters und der Gläubigen, die zur heiligen Versammlung um ihn zusammengekommen sind."
In der liturgischen Unterweisung sei auf die Geschichte der Liturgischen Bewegungen einzugehen.

 

Motu proprio von Papst Franziskus, veröffentlicht am 9.9.2017:
Papst Franziskus regelt die Art und Weise neu, wie liturgische Texte der Kirche übersetzt werden. Dabei stärkt er die Rolle der örtlichen Bischofskonferenzen. Das Motu proprio trägt den Titel "Magnum principium" (Das wichtige Prinzip) und präzisiert vor allem Kanon 838 des Kirchenrechts zur Regelung der Liturgie der katholischen Kirche.
Das Motu proprio bestimmt genauer die Rollen des Apostolischen Stuhls sowie der Bischofskonferenzen und stärkt vor allem letztere. Für die Übersetzung liturgischer Texte sind demnach vor allem die Bischofskonferenzen zuständig und sollen diese nur noch vom Vatikan bestätigen lassen. Dieser, so ein Anliegen der Änderung, soll keine Alternativübersetzungen mehr verfassen. Bislang konnte der Vatikan stärker in die Übersetzung eingreifen - und machte davon auch Gebrauch. Das geschah vor allem seit der Instruktion "Liturgiam authenticam" aus dem Jahr 2001. Diese verlangt eine nahezu wortwörtliche Übersetzung liturgischer Texte aus dem Lateinischen. In vielen Sprachbereichen führte dies zu Problemen, weil die Gebete in der jeweiligen Landessprache zum Teil holprig und mitunter unverständlich waren.
Jetzt sollen beide Seiten im Dialog und in Achtung der jeweiligen Kompetenzen zusammenarbeiten.                                  

 

Mit Freude und Dank aufgenommen von
Pater Albert Knebel OSB,
Prior-Administrator der Abtei Neresheim

 

Abtei Neresheim, 26. September 2017



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