Fastenzeit im Kloster

Film der Diözese Rottenburg-Stuttgart:

Fastenzeit im Kloster

18.3.2018: Knabenchor Abtei Neresheim singt in der Vesper

Sonntag, 18. März 2018, 14.30 Uhr, Abteikirche Neresheim, Vesper

 

Der Knabenchor Abtei Neresheim singt in der Vesper ein- und mehrstimmige Sätze aus verschiedenen Epochen sowie mit dem Konvent der Abtei Gregorianik.

 

Einzug            Jesu, meine Freude – J.S. Bach          

Eröffnung       Deus, in adiutorium. Gregorianik

Psalmen         

Ps 109 (110) Dixit Dominus - A. Grandi. - Ant. Dixit dominus.

Ps 110 (111) Confitebor tibi Domine – Gregorianik alternatim Anon. 16. Jh. – Ant. Miserator.

Ps 112 (113) Laudate pueri – Gregorianik – Ant. Sit nomen Domini.

Ps 113 A (114) In exitu - Gregorianik alternatim W. Menschick. - Ant. Ex Aegypto.

Responsorium  Herr, dein Wort – S.S. Wesley. Bearb.: G. Koch

Hymnus          Iucunda lux – Gregorianik alternatim G. Malcolm

Versikel           Adoramus te Christe - Th. Dubois

Ant. z. Magn.  Qui mihi ministrat - Gregorianik

Magnificat        G. Dyson in C minor

Benedicamus   Gregorianik

Aussetzung     Tantum ergo - Gregorianik alternatim C.F. Schalk

Schluss            In meines Herzens Grunde - J.S. Bach

Auszug           Orgelpostludium: Tim Heider

1.3.2018: Schnupperprobe beim Knabenchor

 

Donnerstag, 1. März 2018, 16.30 bis 17.30 Uhr, Schnupperprobe beim Knabenchor Abtei Neresheim

 

Jungen mit Freude am Gesang sind herzlich eingeladen, zu erleben, wie es ist, in einem Knabenchor zu singen.

 

Musikalische Vorkenntnisse sind nicht Vorbedingung. Es findet keine Aufnahmeprüfung statt.

 

Treffpunkt: Klosterpforte im Konventgebäude neben der Klosterkirche.

 

Kontakt zum Chorleiter Pater Albert:

Tel: 07326 / 85 190 (10-11 Uhr).

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Warum Latein?

 

Warum Latein?

 

Wir singen in unserem Konventamt (Heilige Messe) und in unserem Chorgebet viele Teile auf Latein. Warum das?

 

Die Mehrzahl der liturgischen Texte, die in lateinischer Sprache verfasst sind, geht auf die Antike zurück; es handelt sich um literarisch bedeutende Texte unseres Glaubens, die im Laufe der Jahrhunderte durch ununterbrochene Tradition gebraucht und weitergegeben worden sind. Moderne Übersetzungen sind diesem Sprachfluss und der inhaltlichen Tiefe selten gewachsen.
Entsprechendes gilt auch für die Gregorianik: Die Melodien sind mehr als 1000 Jahre alt und bezwecken, die vorwiegend der Bibel entnommenen lateinischen Texte musikalisch zur Geltung zu bringen. Sie sind Teil der ältesten europäischen Musik, die bis heute gepflegt wird und gehören zum lebendigen Erbe abendländischer Kultur

 

Die lateinische Liturgie und die Gregorianik betrachten wir daher als einen Schatz – sowohl für die Kirche wie auch für die Menschheit überhaupt. Aus diesem Grund pflegen wir diese Tradition. Durch den besonderen Reichtum diese Texte werden wir allmählich innerlich geprägt und unser Gebet wird gefördert.
Die lateinischen Texte stehen in deutscher Übersetzung zur Verfügung.

 

Die Lesungen aus der Heiligen Schrift und aus den Kirchenvätern tragen wir immer auf Deutsch vor.

 

Was singen wir in Latein?

 

VIGIL: An bestimmten Hochfesten je nach Festgrad: Invitatorium, Hymnus, Responsorien, Te Deum.
An jedem Sonntag und Festtag: Te decet laus.

LAUDES: An Weihnachten, Ostern und Pfingsten singen wir die Laudes in Latein.
Taglich singen wir in den Laudes lateinisch: Responsorium, Hymnus, Versikel, Benedictus mit Antiphon und Abschluss.

TERZ: Täglich singen wir den Hymnus lateinisch, an bestimmten Hochfesten auch die Psalmodie.

KONVENTAMT: Täglich singen wir das gregorianische Proprium und Ordinarium.
Orationen, Lesungen und Eucharistisches Hochgebet sind auf Deutsch.

VESPER: Täglich auf Latein gesungen; Schriftlesung auf deutsch.

KOMPLET: Täglich wird die Marianische Antiphon lateinischisch gesungen.
An Hochfesten und Festen unter der Woche sind alle Gesänge auf Latein, die Schriftlesung auf deutsch.

 

Bitte beachten:

 

Das Konventamt (die Heilige Messe) feiern wir gemäß der liturgischen Erneuerung nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil.

 

Die lateinischen Psalmen im Stundengebet singen wir gemäß der Nova Vulgata (1979).

Papst Franziskus zur Liturgie

 

 

Für die Liturgie wichtige Wegweisung und Entscheidung von
Papst Franziskus
:

 

Zusage von Papst Franziskus, die er am 24.8.2017 den 800 Teilnehmern einer liturgiewissenschaftlichen Tagung in Rom gegeben hat: „Wir können mit Sicherheit und Lehrautorität sagen, dass die liturgische Reform unumkehrbar ist.“ Das II. Vatikanische Konzil und die Liturgiereform seien Frucht eines langen Weges, die den konkreten Bedürfnissen der Gläubigen nach einer „lebendigen Liturgie“ entsprochen hätten. Die Reformen seien im „Respekt“ für die Tradition geschehen.
Im Blick auf die von manchen diskutierte Gebetsrichtung gegen Osten betont Papst Franziskus, dass der Altar sichtbares Zeichen des unsichtbaren Mysteriums sei, das Zeichen für Christus, den lebendigen Stein. Aus diesem Grund sei der Altar das Zentrum, dem die Aufmerksamkeit in allen unseren Kirchen gelte. "Auf den Altar richtet sich der Blick der Betenden, des Priesters und der Gläubigen, die zur heiligen Versammlung um ihn zusammengekommen sind."
In der liturgischen Unterweisung sei auf die Geschichte der Liturgischen Bewegungen einzugehen.

 

Motu proprio von Papst Franziskus, veröffentlicht am 9.9.2017:
Papst Franziskus regelt die Art und Weise neu, wie liturgische Texte der Kirche übersetzt werden. Dabei stärkt er die Rolle der örtlichen Bischofskonferenzen. Das Motu proprio trägt den Titel "Magnum principium" (Das wichtige Prinzip) und präzisiert vor allem Kanon 838 des Kirchenrechts zur Regelung der Liturgie der katholischen Kirche.
Das Motu proprio bestimmt genauer die Rollen des Apostolischen Stuhls sowie der Bischofskonferenzen und stärkt vor allem letztere. Für die Übersetzung liturgischer Texte sind demnach vor allem die Bischofskonferenzen zuständig und sollen diese nur noch vom Vatikan bestätigen lassen. Dieser, so ein Anliegen der Änderung, soll keine Alternativübersetzungen mehr verfassen. Bislang konnte der Vatikan stärker in die Übersetzung eingreifen - und machte davon auch Gebrauch. Das geschah vor allem seit der Instruktion "Liturgiam authenticam" aus dem Jahr 2001. Diese verlangt eine nahezu wortwörtliche Übersetzung liturgischer Texte aus dem Lateinischen. In vielen Sprachbereichen führte dies zu Problemen, weil die Gebete in der jeweiligen Landessprache zum Teil holprig und mitunter unverständlich waren.
Jetzt sollen beide Seiten im Dialog und in Achtung der jeweiligen Kompetenzen zusammenarbeiten.                                  

 

Mit Freude und Dank aufgenommen von
Pater Albert Knebel OSB,
Prior-Administrator der Abtei Neresheim

 

Abtei Neresheim, 26. September 2017



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